Förderkreis Expressiver Realismus e.V. München

Manfred Henninger

1894 Backnang/Württ. – 1986 Stuttgart

Geboren am 2. Dezember. Realschule in Ulm, dann Konditor im väterlichen Betrieb in Tübingen. 1910 erste Ölbilder. 1914 Kriegs­freiwilliger; seit den Kämpfen bei Ypern leidenschaftlicher Pazifist. 1916 schwere Erkrankung und Lazarettaufenthalte. Zeichenunterricht bei Heinrich Seufferheld in Tübin­gen. 1919 Dienst im Lazarett Cannstatt und Studium an der Stuttgarter Kunstakademie (Robert Pötzelberger). 1921 in Dornach bei einer Vortragsreihe Rudolf Steiners. 1922 an der Dresdner Kunstakademie (Karl Albiker; Oskar Kokoschka). 1924 erste Reise nach Griechenland, Italien, Sizilien. 1925 zweite Reise nach Griechenland und Italien, mehrere Monate auf Ischia. 1926 erste Ausst. im Kunsthaus Schaller, Stuttgart. Gemein­sames Meisteratelier mit Walter Wörn. Erste Paris-Reise. 1928 Heirat und Niederlassung in Stuttgart-Münster; aus der Ehe gehen drei Söhne hervor. 1929 Mitbegründer der „Stuttgarter Neuen Sezession“. 1930 zweite Reise nach Paris. 1931 Sizilienreise. 1933 Flucht aus Deutschland in die Schweiz und nach Ibiza. 1934-1936 intensive Schaffensperiode. Nach Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges Ansiedlung im Tessin in einer ehemaligen Mühle; Frau und Söhne kehren nach Deutschland zurück. 1940 ist die Familie in der „Molino di Brumo“ wieder vereint. Armut und Isolierung in der Emigration. 1947 Wohnung in Verscio, Kontakt zum Mythologen Karl Kereniy.  Erscheinen der Broschüre "Ein Bekenntnis zur Malerei". 1949-1961 Lehrtätigkeit an der Kunstakademie Stuttgart; 1955-1957 Leiter der Keramik-Abteilung. Großformatige Wandbilder. 1953- 1958 zahlreiche Reisen: nach Ibiza, Spanien und Italien. Ab 1959 zeitweise in Riva am Gardasee. Nach 1961 Bevorzugung der Zeichnung und der Druckgraphik, Lithos zu den "Mythen um Orpheus". 1967-1968 Ehrengast in der Villa Massimo in Rom. 1970-1971 Reisen nach Paris, Jugoslawien, Kreta und Spanien. 1974 Tod der Ehefrau. 1975 große Retrospektive beim Württembergischen Kunstverein Stuttgart. Mehrere Auszeichnungen. Gestorben am 5. Okt. 1986. Literaturauswahl: Sammlung Manfred Henninger, hrsg. von der Galerie der Stadt Kornwestheim (Texte: Arnold und Peter Henninger, Jens Kräubig, Barbara Strieder), Kornwestheim 1991

Manfred Henninger

Akte in der Landschaft, o.J.

Öl auf Holz

48 x 60 cm

Künstler des Expressiven Realismus